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Tastingnotes & Whiskyblog

Ballindalloch 

Bereits seit dem Jahr 2014 produziert Ballindalloch mit ihren beiden Brennblasen Whisky. Die Bezeichnung als "Single Estate Distillery" rührt daher, dass die sich im Familienbesitz befindende Brennerei ihre Gerste auf den umliegenden Feldern des Ballindalloch Castle selbst anbaut. Die Eigentümerfamilie Macpherson-Grant lebt auch heute noch auf Ländereien. Historisch gesehen kehrte die Familie mit Ballindalloch zurück ins Whiskygeschäft, immerhin war Baronet Sir George Macpherson-Grant einer der Mitgründer von Cragganmore. Unweit der heutigen Brennerei Ballindalloch befand sich früher schon seine Delnashaugh Distillery. 

Die folgenden Bilder sind mir vom Vertrieb der Brennerei zur Verfügung gestellt worden. 


Ballindalloch The Castle, The Novel - The Whisky. 50%. Ausbau: Bourbonfässer, darunter wiederbefüllte Fässer, welche vorher rauchigen Whisky enthielten

Foto: Prineus

Nase: Erst einmal fällt mir der zarte aber angenehm warme Torfrauch auf, dazu gesellen sich leichte Röstaromen. Anschließend kommen die Bourbonfässer zur Geltung, Vanillegebäck, Sommeräpfel und Nektarinen, aber auch Kochbananen und frittiertes Obst mit Honig.

Gaumen: Nun kommen zu erst die Fruchtaromen. Bananen-Pancakes mit Vanillezucker, Honey Pops, einzelne Apfelspalten. Anschließend kommt eine leicht scharfe Würze hindurch. Pfeffer, gemahlene Senfkörner, Piment und wieder ein leichter Hauch von Torf.

Abgang: Eher lang und obwohl der Rauch nur aus den Fässern kommt, ist er hier doch nun wirklich sehr klar. Nektarinen, dunkles Toast, Grenadine und karamellisierte Birne.

Fazit: Ballindalloch und leichter Rauch passen wunderbar zusammen. Jung, aber ziemlich smart. 85/100 Punkte (2025)


Dieser Lagmore ist offiziell ein Blended Malt, dabei handelt es sich um einzelne Tropfen Mannochmore auf ein ganzes Fass einer Brennerei im Ballindalloch Estate - Lagmore ist der Name von Steinkreisen in der Nähe der Ballindalloch Distillery. 

Lagmore 10 Jahre, abgefüllt 2025, Batch 1, 48%. Living Souls. Ausbau: First Fill Bourbon Barrel

Nase: Obstkuchen und eigentlich kann ich hier schon aufhören, denn die Mischung aus Obst und Gebäck ist schon ziemlich deutlich. Äpfel, Nektarinen, Mandarinen, Birne und etwas Vanillezucker, dazu Sandkuchen, Pancakes, Butterkekse und ganz leicht Banane.

Gaumen: Auch hier in erster Linie fruchtig, Äpfel, Birnen, etwas Pflaumenkuchen, Sanddorn. Leider kommt der Alkohol etwas metallisch durch. Anschließend noch ein wenig Malz und ein leicht verdünnter Geschmack von Apfel-Glühwein.

Abgang: Eher kurz, die Fruchtaromen werden merklich bitterer und säuerlicher, dazu fallen mir Gewürznelken auf.

Fazit: Der Lagmore hat mir im Geruch wirklich gefallen. Im Geschmack fand ich ihn dann doch etwas sehr einfach, obwohl er vielleicht auch da für seine zehn Jahre ein klassisches Speyside-Profil abgibt. Aber mich konnte er dann doch nicht völlig abholen. 81/100 Punkte

 
 
 
 
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