Eschenbrenner (Eschenbräu)
Der Whisky Eschenbrenner stammt aus der kleinen Berliner Hausbrauerei Eschenbräu, vor allem für ihr Bier bekannt. Seit vielen Jahren stellen die Weddinger auch Whisky her.
Aktuelle Beiträge
Eschenbrenner Quinta, 2016 - 2023, 7 Jahre, 47,7%. Ausbau: First Fill American Oak.
Nase: Der Whisky startet malzig mit einer leicht zitrusartigen Süße und einer passend eingebundenen Würze. Malz, Toffee und geflammtes Eichenholz, dazu Röstkastanien und etwas Milchkaffee. Etwas Kumquat, Süßholz, Gewürznelke und Muskat.
Gaumen: Angenehmes Mundgefühl, der Alkohol sehr gut eingebunden. Malzig, würzig und komplexer als erwartet. Wieder die geflammte Eiche, dazu gebrannte Walnüsse, Ovomaltine, etwas Marzipan und schwarzer Tee.
Abgang: Kurz bis mittellang, etwas herb mit einer leichten Süße, zudem komm das Aroma von gebratenem Pfeffer mit milder Schärfe auf.
Fazit: Diese Abfüllung ist für mich eine echte Überraschung aus diesem Kleinod der Berliner Destillationskunst. Im Geschmack versucht der Quinta recht viele Aromen unterzubringen, der Abgang hingegen fällt dann etwas einfacher aus. Insgesamt dann wieder harmonisch und ein sehr schönes Beispiel der qualitativen Entwicklung deutscher Whiskys. 84/100 Punkte (2026)
Frühere Beiträge
Eschenbrenner Whisky Ed. 2 "Small Pete", 3 Jahre, 44,4% alc. Originalabfüllung. Ausbau: "New american oak", Fass Nr. 8
Nase: Sehr mild und frisch, jugendlich. Mit Zitrusfrüchten, insbesondere Limetten sowie etwas Grapefruit. Ansonsten leicht grasig, malzig und staubiges Holz. Dahinter erdige Töne. feuchter Boden und Keller.
Gaumen: Sehr viel Getreide, Müsli, Nüsse. Dazu muffiges, feuchtes Holz, fast schon vor sich hin faulend. Ungewöhnlich, aber okay. Die Zitrusfrüchte finden sich kaum wieder, dafür ein Ansatz grüner Erdbeeren.
Abgang: Mittellang mit der Betonung auf Malz, Getreide und wieder den sehr muffigen Tönen.
Fazit: Interessant aber leider unausgewogen. 77/100 Punkte (2015). Ich danke Lars Pechmann für die Probe

